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Kreativitätstechniken, die Online-Teams befügeln

„Wenn mich doch endlich die Muse küssen würde.“

Ein Gedanke, den ich sowohl als Songschreiber, als auch als Content Creator hatte. Leider glauben viele von uns, dass Kreativität reiner Zufall ist, dass sie ‘einfach passiert’ oder nur für talentierte Kreative zugänglich ist. So ein Blödsinn. Der Unterschied zwischen dir und anderen Kreativen ist nur, dass sie Kreativität anders betrachten. Sie sehen Kreativität als einen Arbeitsprozess, als etwas, mit dem man sich regelmäßig beschäftigen muss. Ein Muskel, der mit den richtigen Techniken trainiert und gefordert werden kann. Hier gibt es Kreativitätstechniken für Online-Teams.

Galerie-Methode

Bei der Galerie-Methode wird das Online-Whiteboard in verschiedene Stationen unterteilt. Alle Teilnehmenden bekommen eine Station zugewiesen, an der sie ihre Lösungen für ein Problem sammeln. Nach einigen Minuten dürfen sich die Teilnehmenden die anderen Stationen ansehen und sich Notizen machen, bevor sie an ihre Station zurückkehren. Inspiriert von den alternativen Sichtweisen entwickeln sie nun ihre eigenen Ideen weiter.

Moodboard

Eine beliebte Methode für Designer und Konzeptioner aller Art und für alle, die ohne Design-Skills eine Idee kommunizieren möchten. Dafür bringst du, Bilder, Webseiten, Designelemente, Farben (einfach alles, was visuell und digital ist) zusammen, um ein Stimmungsbild zu erzeugen.

Brainwriting

Diese Methode ist eine Art des Brainstormings, das ruhigere Teilnehmer mehr einbezieht, indem es den sozialen Druck herausnimmt. Die Teilnehmenden schreiben ihre Idee in der festgelegten (kurzen Zeit) auf ein Blatt Papier. Dann werden die Ideen gesammelt und zusammengetragen werden. Alternativ können sie aufgehängt, in keiner bestimmten Reihenfolge laut vorgelesen oder abgetippt und zu einem späteren Zeitpunkt geteilt werden.

betaphase-brainwriting

Quelle: miro.com

Rollenspiel

Du bist vielleicht nicht der Kreativste – aber jemand anders schon? Dann werde zum Anderen! Das können Berufsgruppen, berühmte Persönlichkeiten oder fiktionale Charaktere sein. Harry Potter kommt bestimmt auf andere Ideen, als du, oder? Probier es mal aus.

Ideales Endergebnis

Mit der Problemstellung im Hinterkopf generiert ihr die perfekte Lösung ohne jede Zurückhaltung. Das heißt, Budget, Zeit und andere Ressourcen spielen jetzt erstmal keine Rolle. Sobald ihr die möglichen Ideen festgelegt habt, könnt ihr euch auf die realistischen Ideen konzentrieren und sie verfeinern.

Mindmap

Die Mindmap beginnt mit dem Schlüsselkonzept, um das ihr ein Brainstorming durchführt. Verwandte Ideen werden durch Linien mit dem Zentrum verbunden.

Damit erfasst ihr euren Gedankenfluss und organisiert ihn auf einer Leinwand, sodass ihr später neue Verbindungen entdecken könnt, die zu einer möglichen Lösung führen. Da es sowohl Text als auch ein visuelles Layout miteinander verbindet, regt ihr eure Kreativität von verschiedenen Denkwinkeln an.

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Quelle: lucid.app

Sechs Denkhüte

Jeder Hut in der Methode der sechs Denkhüte steht für eine andere Perspektive. Sie wird bei Besprechungen oder Brainstorming-Sitzungen eingesetzt, um den Teammitgliedern die Möglichkeit zu geben, mögliche Lösungen aus verschiedenen Perspektiven oder Denkrichtungen zu betrachten. Online können die Hüte in einer Konferenz aufgesetzt werden oder zu verschiedenen Zeiten von Teammitgliedern auf dem digitalen Whiteboard eingetragen werden. Jeder Hut steht für einen anderen Denkansatz, und während der Sitzung kann jedes Mitglied ihn abwechselnd aufsetzen.

Weißer Hut – Fakten und Informationen

Roter Hut – Gefühle, Intuitionen, Emotionen und Ahnungen

Blinder Hut – Urteilsvermögen, Rechtmäßigkeit, Moral

Gelber Hut – Optimismus, Vorteile

Grüner Hut – neue Ideen, Möglichkeiten

Blauer Hut – Schlussfolgerungen, Aktionspläne, nächste Schritte

Brainstorming

Oldie but goldie. Doch ein Wort der Warnung: Klassisches Brainstorming funktioniert nur, wenn alle den Ideen gegenüber offen und wertfrei bleiben, damit sich alle Teilnehmenden wohlfühlen und ihre Gedanken mitteilen können. Dafür eignet sich ein Moderator, damit kein kreatives Chaos ausbricht. Bei einem Online-Brainstorming müssen sich alle Teilnehmenden im Konferenz-Tool befinden und ihre Mikrofone angeschaltet haben.

Reverse Brainstorming

Reverse Brainstorming ist eine Technik, die sich unsere natürliche Fähigkeit zunutze macht, Probleme leichter zu erkennen als Lösungen. Anstatt eine Gruppe zu bitten, Ideen zu sammeln, die funktionieren würden, macht die Gruppe ein Brainstorming über all die Möglichkeiten, die einen Plan zum Scheitern bringen könnten. Im letzten Schritt werden diese üblen Ideen dann umgedreht und in sinnvolle Vorschläge verwandelt.

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Quelle: miro.com

Frag deine Kunden

Es gibt eine unerschöpfliche Quelle der Weisheit, ein endloser Fluss der Inspiration: Kunden. Zapft den Kundensupport an oder fragt eure Kundschaft direkt – sie werden euch Einsichten liefern, die ihr in eure Brainstormings einbringen könnt. Oder warum nicht gleich ein Rollenspiel veranstalten, bei dem ihr den Kunden mimt?

Online Tools für die Kreativitätstechniken

In „echten“ Workshops nutzen wir Whiteboards, Stifte, Papier und Post-its. Das können wir heute wunderbar online simulieren. Diese Tools sind digitale Tools, um gemeinsam zu denken und zu arbeiten. Es gibt eine Menge anderer, aber mit diesen drei habe ich persönlich super Erfahrungen gemacht:

Miro

Miro ist das beliebteste Tool der Remote-Whiteboards. Es gibt eine kostenlose Version, es ist einfach zu bedienen und erleichtert die Teamarbeit.

Lucidpark

Lucidchart ist ein direkter Konkurrent von Miro. Es ist etwas vielseitiger und hat ein etwas weniger schlichteres Design.

MURAL

MURAL ist ein anderer digitaler Arbeitsbereich für die visuelle Zusammenarbeit. Es hat extrem viele Funktionen und wird gerne bei Online-Meetups genutzt.

Transformieren wir die Zukunft gemeinsam.

Fangen wir mit einem Gespräch an.