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Das Ende des Cookie-Banners

Das Internet. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2018. Dies sind die Abenteuer der Europäischen Kommission, die mit ihren 32.000 Mitarbeitern seit Jahrzehnten unterwegs ist, um fremdes Terrain zu erforschen, neue Wege und Strategien. Manchmal aufdringlich dringt sie dabei in Bereiche vor, die sie besser gemieden hätte.

Es geht hier zwar weniger um Science-Fiction und mehr um etwas ganz irdisches. Also kurz gesagt und einfach gemerkt um die Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG.

Kennt keiner. Zumindest nicht unter der offiziellen Bezeichnung. Wir nutzen dafür lieber einen profaneren Namen: DSGVO (wer mag, gerne auch mit Bindestrich). Oder: Datenschutz-Grundverordnung.

Keine Frage, die DSGVO hat – mit dem Ziel unsere personenbezogenen Daten zu schützen –ganze Arbeit geleistet. Feinstens wird definiert was erlaubt ist und was einer Zustimmung benötigt. Ein Problem stellt das natürlich für die Dienste dar, die personenbezogene Daten als Währung nutzen und ihr Geschäftsmodell auf ebendiesen fußen. Andererseits macht sie die Arbeit der Marketer auch nicht gerade einfacher [1] „Hat der EuGH mit seinem Cookie-Urteil wirklich das Online-Marketing beerdigt?“, https://t3n.de/news/hat-eugh-seinem-cookie-urteil-1214919/ . Und dann können wir uns doch wieder glücklich schätzen, dass orwellsche Systeme, wie das Social Scoring [2] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sozialkredit-System , (bis jetzt) nicht möglich sind.

Viel Keks, wenig Geschmack

Einer der größten – und gleichzeitig weniger relevant erscheinenden – Knackpunkte zeigt sich dann im Alltag. Täglich bestätigen wir vielfach und individuell dass, was auch ein Mal gereicht hätte. Das beliebte Cookie-Banner kommt in verschiedenen Farben, Formen, Sprüchen, Funktionen (Consent Manager) und Größen daher. Mal muss man das vollflächige Banner wegklicken, bevor der Inhalt sichtbar wird. Mal wundert man sich über eine graue Seite, bis das Banner erkennbar wird und nach Bestätigung den Schleier lüftet. Und manchmal möchte ich einfach nur den Inhalt der Webseite sehen, ohne in langen und juristisch korrekten Textblöcken erklärt zu bekommen, warum Cookies jetzt doch irgendwie notwendig/hilfreich seien. Manchmal wünsche ich mir die Zeit vor dem Cookie Monster zurück.

General Consent

Mit der praktischen Browsererweiterung „I don‘t care about cookies“ kommen wir diesem Ziel endlich sehr nah. Daniel aus Kroatien hat das Plugin für Chrome, Firefox, Opera, Edge und weitere entwickelt. Es blockiert oder versteckt die lästigen Banner und kann automatisch die notwendigen Cookies akzeptieren.

Wer auf vielen Webseiten unterwegs ist, gerne privat surft oder seine Cookies regelmäßig entsorgt, für den ist diese Erweiterung zweifelsohne ein Segen.

Tipp: Opera Surfer brauchen nicht einmal ein separates Plugin, die Funktion ist bereits fest im Browser verbaut.

Transformieren wir die Zukunft gemeinsam.

Fangen wir mit einem Gespräch an.

Quellen

Quellen
1 „Hat der EuGH mit seinem Cookie-Urteil wirklich das Online-Marketing beerdigt?“, https://t3n.de/news/hat-eugh-seinem-cookie-urteil-1214919/
2 https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sozialkredit-System